Eins unterscheidet Wissen von Daten: ein Ziel. Das gilt auch für Kundendaten. Dies klingt vielleicht selbstverständlich. Doch wenn in Folge der Digitalen Transformation die Datenfülle wächst, ist die Frage, ‚wieviel  Wissen verbirgt sich in diesem Berg‘ eine natürliche Konsequenz.Warum es nicht einfach mal mit Bergbau zu versuchen? Data Mining ist wieder in Mode.

Ich erinnere mich an eine Analyse von TV-Daten. Zuschauer, die einer Aufzeichnung ihres Zappings zugestimmt hatten, sollten nach ihren Vorlieben für Trashtalk analysiert werden. Verschiedene Methoden adaptiver Mathematik wurden auf die Daten losgelassen. Die Anhänger verschiedener Sendungen unterschieden sich kaum, aber eine Gruppe fiel auf, weil sie sich untypischerweise auch für die Nachrichten interessierte.

Die Suche wurde vertieft, Inhalte analysiert und die Dramaturgie der Sendung auf intellektuelle Besonderheiten überprüft. Interessante Hypothesen machten die Runde. Szenarien wurden verglichen. Dann durfte die Praktikantin auch mal was sagen. Sie hatte herausgefunden, dass diese Sendung immer vor den Nachrichten lief. Lange Gesichter überall. Wir hatten eine Gruppe von Zuschauern gefunden, die nach der Sendung ihren Fernseher nicht ausschalteten.

Unter Räuspern löste sich die Gruppe auf. Wir waren beim Mining auf unsere eigenen Füße gestoßen. Und es war leider völlig schmerzfrei gewesen.

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