In einer gut gemachten Digitalen Transformation spielen die Personas eine zentrale Rolle. Sie stehen stellvertretend für eine Kundengruppe und verfügen über deren Datenprofil. Man kann eine Persona aus einem Satz von Regeln zusammensetzen, die dem Verhalten der Personas entsprechen. Eine Persona lässt sich auch gut aus Klassifikatoren aufbauen. Die Wahl der Architektur hängt meistens davon ab, welche Art von Daten zur Verfügung stehen. Diese ist die weniger kritische Frage.

Weil eine Persona eine Referenz für unser Geschäft darstellt, muss sie auf Qualität überprüft werden. Dafür baut man ein Test-Szenario auf, in dem die Persona dasselbe tun muss, wie gerade ein realer Kunde. Man vergleicht Persona und Realität in ausreichend vielen Fällen, und hat einen Qualitätsindex dafür, wie gut der Algorithmus die Realität nachbildet. Man erwartet eine Rate von mindestens 80%.

Jede neu gemachte Persona nimmt diese Hürde locker. Aber schon bald sinkt die Rate, wenn man sie nicht pflegt. Personas unterliegen einem ständigen Zerfall, und man muss sich laufend dagegen stemmen, ihn aufzuhalten. Wer diese Aufgabe übernimmt, bekommt schnell das Gefühl, bei der Vergänglichkeit von Modellen, die eine ‘Kunden-Mechanik’ nachbilden, hat die Entropie des Weltalls besonder nachhaltig zugeschlagen. Auffällig ist, wie stark sich diese Veränderungen in den letzten 20 Jahren  beschleunigt haben. Aus der Sicht der Persona äußert sich Entwicklung von Verhalten als ein ständiger Niedergang bestehender Wahrheiten.

Bei all den Veränderungen in steigender Geschwindigkeit ist auf eines wenigsten Verlass: der Kampf gegen die Enthropie wird ein ewiger sein.