8 Sekunden maximal haben wir, um die Aufmerksamkeit eines Kunden zu gewinnen. Das jedenfalls ist das, was wissenschaftliche Studien zu Tage fördern.

In meinem privaten Umfeld habe ich den Eindruck, dass 3 Sekunden schon ein Entgegenkommen darstellen. Zu schnell wandert die Aufmerksamkeit vom Gespräch auf das Handy, um sich dort in kurzen Sprüngen durch die Apps zu hangeln, und mit Glück zurück zum Gespräch. Will man wirklich mal mit jemandem über etwas reden, ist es manchmal besser, per Whatsapp dazu einzuladen. Aufmerksamkeit ist heute das knappste aller Güter, denn der Mensch kann sie nur Stück für Stück vergeben. Alle 2 Jahre verdoppelt sich das Wissen der Welt, aber immer weniger davon hat mit mir zu tun, denn ich bin nach wie vor derselbe wie 2013. Meine Eingangskanäle werden dauerhaft mit immer mehr Impulsen bombadiert, von denen immer mehr an mir abprallen.

Vielleicht kann man die Zukunft so formulieren: die Ökonomie des 21. Jahrhundets wird bestimmt durch den Kampf um die erste Sekunde. Vermutlich wird der Maßstab eines gelebten Customer Experience Managements sein, innerhalb von einer Sekunde ein Erlebnis zu erzeugen, das den Kunden so sehr fesselt, dass er bereit ist, noch ein weiteres Stückchen seiner knappen „Ware“ Aufmerksamkeit zu investieren.